Brand

AIRBORN: Brillen aus alten Flugzeugen ​

Brillen werden bekanntlich aus unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Weit verbreitet sind der organische Kunststoff Baumwoll-Acetat, diverse Nickel- Kupfer-Legierungen, Edelstahl, Titan-Werkstoffe, die gängigen Edelmetalle, aber auch klassische Naturmaterialien wie Büffelhorn und Holz. All diese Werkstoffe sind seit Jahrzehnten erprobt, fast überall verfügbar – und neu.. 

Die Idee der AIRBORN- Brillenkollektion basiert dagegen auf einem Ausgangsmaterial, das bereits eine eigene Geschichte hat: In seinem „ersten Leben“ war es Teil eines Flugzeugs; ist viele Jahre lang und oft hunderttausende oder gar Millionen von Kilometern geflogen und manchmal in allen Teilen der Welt gewesen.

Der Hintergrund

Martin und Andrea Graf sind die „Macher“ von EYECOM, der grössten Fachzeitschrift für Augenoptiker im deutschen Sprachraum (www.eye-com.net). Im Rahmen dieser Tätigkeit fällt ihnen immer wieder auf, dass so genannte „Marken“ zunehmend zur Farce geraten: Für kleines oder im Einzelfall auch einmal grösseres Geld werden Lizenzen bekannter Textil-, Konsum- oder Automobil-Marken gekauft, um damit fortan Korrektions- und Sonnenbrillen zu „Markenprodukten“ zu adeln. Hergestellt werden viele dieser Produkte heute jedoch in irgendwelchen asiatischen Brillenfabriken – oft für nur wenige Dollars pro Stück.

Die Mitwirkung der Lizenzgeber beschränkt sich oft auf das Kassieren der Lizenzgebühren, bevor diese Brillen für ein Vielfaches ihrer Herstellungskosten in den Regalen der Optiker landen. Derzeit gibt es bei Brillen etwa 1.200 dieser Transfer- und Phantasiemarken – und nur wenige von ihnen halten noch, was der teure Name verspricht. Die meisten sind lediglich Etiketten, mit denen sich Durchschnittsprodukte teurer verkaufen lassen als ohne.

Dieses Procedere ist heute weit verbreitet und findet – natürlich – nicht nur bei Brillenfassungen und Sonnenbrillen statt. Aber auch die Verbraucher beginnen zu ahnen, dass sie mit solchen Produkten leere und vor allem seelenlose Produkte kaufen, die es zigtausendfach gibt und die wenig bis nichts mit den legendären Namensgebern zu tun haben, deren Logos sie tragen. Zahlreiche Plagiate tun ein Übriges, solche vermeintlichen Markenprodukte zu entwerten.

Der Markt

Auf der anderen Seite gibt es eine wachsende Sehnsucht nach wirklichen und wahren Werten; nach Produkten, die eine echte, glaubhafte und erzählbare Geschichte haben. Ein gutes Beispiel ist die Wiedergeburt der mechanischen Armbanduhr: Eine Digitaluhr, die so perfekt ist, dass sie nur noch um wenige Sekunden pro Jahr falsch geht, die trotzdem nur ein paar Dollars kostet und hunderttausendfach hergestellt wird, ist eben nur noch ein langweiliges Wegwerfprodukt. Anders die Uhr, die aus vielen Zahnrädern, Schrauben, Lagern und Zeigern besteht, von Könnern konstruiert und in aufwendiger Handarbeit gebaut wird: Sie hat ein tickendes Herz; man muss sie pflegen, aufziehen und mit Sorgfalt behandeln. Im Bereich der Fotografie tut sich gerade Ähnliches: Nachdem fast jedes Mobiltelefon heute eine Kamera hat, mit der jederzeit alles und jedes (und damit vor allem das Banale) fotografiert werden kann, erleben Traditionshersteller wie Leica derzeit eine neue Blüte: Mit mechanisch-digitalen Kameras im klassischen Design, für deren Gegenwert man auch einen ordentlichen Gebrauchtwagen bekäme, finden anspruchsvolle Verbraucher wieder zu den echten Werten der Fotografie zurück: Sie machen keine Fotos mehr, sondern wieder Bilder.

In der Brillen-Branche bedient eine seit Jahren ständig wachsende Anzahl kleiner Brillen-Designer-Labels diese Klientel, die nicht nach Namen, sondern nach ausgefallen Ideen sucht. Preise spielen hier eine untergeordnete Rolle; den meisten Kunden geht es um Einzigartiges, Unverwechselbares – und manchmal auch darum, auf ihre Brillen angesprochen zu werden und etwas Besonderes über sie erzählen zu können. Diese „independent labels“ sind inzwischen das Highlight jeder Fachmesse und der Motor des gestalterischen Fortschritts der Brillen-Branche.

Die Idee

Aus der vielfachen professionellen Beobachtung dieser Rahmen- und Marktbedingungen entstand – zunächst als Laune, recht bald aber als konkretes Projekt – die Idee einer ausgefallenen Brillenkollektion: Handgefertigte Brillenmodelle ohne fremdes Etikett; dafür mit einer interessanten und erzählbaren Geschichte, hergestellt aus der
Aussenhaut von Flugzeugen, die ihr erstes Leben als Verkehrsmittel längst hinter sich haben. Eine absolute Innovation, denn die Herstellung von Brillen aus einem solchen Material hat bislang noch niemand versucht.

Das Material wird dabei nicht thermisch umgeformt, sondern bewusst in seiner ursprünglichen Form als Blech erhalten. Sämtliche Bearbeitungsschritte (schneiden, biegen, fräsen, nieten, polieren etc.) entsprechen denen des klassischen Flugzeugbaus. Überdies ist immer das authentische Material zu sehen und zu fühlen, ohne zusätzliche Lackierungen und Beschichtungen. Der Name ist Programm: Die Kollektion heisst AIRBORN und weist schon mit ihrem Namen auf ihre Ursprünge hin.

Das Material

Aus der vielfachen professionellen Beobachtung dieser Rahmen- und Marktbedingungen entstand – zunächst als Laune, recht bald aber als konkretes Projekt – die Idee einer ausgefallenen Brillenkollektion: Handgefertigte Brillenmodelle ohne fremdes Etikett; dafür mit einer interessanten und erzählbaren Geschichte, hergestellt aus der Aussenhaut von Flugzeugen, die ihr erstes Leben als Verkehrsmittel längst hinter sich haben. Eine absolute Innovation, denn die Herstellung von Brillen aus einem solchen Material hat bislang noch niemand versucht.

Das Material wird dabei nicht thermisch umgeformt, sondern bewusst in seiner ursprünglichen Form als Blech erhalten. Sämtliche Bearbeitungsschritte (schneiden, biegen, fräsen, nieten, polieren etc.) entsprechen denen des klassischen Flugzeugbaus. Überdies ist immer das authentische Material zu sehen und zu fühlen, ohne zusätzliche Lackierungen und Beschichtungen. Der Name ist Programm: Die Kollektion heisst AIRBORN und weist schon mit ihrem Namen auf ihre Ursprünge hin.

Das Design

Für solche Brillen mal eben die Designs von ein paar etablierten erfolgreichen und gut verkäuflichen Brillenmodellen zu kopieren wäre zwar einfach – aber auch sinnlos: Das Material und die zu erzählende Geschichte verlangen vielmehr eine ganz eigene Designsprache. Zu dieser gehören unter anderem Retro-Elemente klassischer Brillen, zum zweiten Formen, die auch im Flugzeugbau vorkommen, zum dritten eine Flächigkeit, die das Material auch wirklich zur Geltung kommen lässt: AIRBORN-Brillen haben nicht die Aufgabe, möglichst unsichtbar zu sein. Die bislang vorliegenden Muster orientieren sich am Aussehen blankpolierter Flugzeugkörper und am Look und der Haptik von altem Silberbesteck.

Die Herstellung

Die kleine, feine Kollektion setzt auf Begriffe, die ihre Bedeutung nicht verloren haben: Fernweh, Reisen, Abenteuer, Erinnerung und Nostalgie. Nachdem im Zeitalter gesichts- und geschichtsloser Massenprodukte auch Faktoren wie Wert, Unikat und Handarbeit eine Rolle spielen, soll die AIRBORN-Brillen-Kollektion aber auch dem Handwerks- und Manufaktur-Gedanken neue Inhalte geben. Zum Beispiel durch den gemischten Einsatz von Elementen und Methoden aus dem klassischen Brillenmacher-Handwerk und dem Flugzeugbau. Beides ist auf den ersten Blick erkennbar: Die AIRBORN-Brillen sind weder extrem leicht noch besonders dünnrandig; das Material wirkt vor allem durch seine Verarbeitung und seine Fläche, die durch zwei- und dreilagig aufeinandergenietete Blechlagen mit abschliessender Hochglanzpolitur zum Ausdruck kommt. Was nicht ausschliesst, dass in der Zukunft auch einmal blaue oder rote Modelle darunter sind: Zum Beispiel, wenn es gelungen ist, ein Flügelteil einer Fluglinie zu bekommen, das entsprechend lackiert ist. Und wenn diese Lackierung irgendwelche Beschädigungen hat, dann ist das eben so und darf auch so bleiben: Die Geschichte, die diese Produkte erzählen können, muss nicht fehlerfrei sein; sie darf und soll Narben und Patina haben.

Die Herstellung erfordert keine aufwendigen Spezialwerkzeuge wie bei den meisten anderen Brillen, wo vor der eigentlichen Produktion zunächst teure Spritzguss-, Fräs-, Schneide-, Stanz- oder Schmiedewerkzeuge hergestellt und bezahlt werden müssen. Bei AIRBORN beginnt die Umsetzung der Designs mit einer Zeichnung und einem Datensatz, der eine CNC-Fräse beim Heraustrennen der Brillenteile aus den Flugzeugblechen steuert. Die weiteren Arbeitsschritte erfolgen ausschliesslich in zeitaufwendiger Handarbeit. Anders lassen sich die aufwendigen Biegungen und Vernietungen sowie die abschliessende Hochglanzpolitur in einer Kleinserie gar nicht realisieren. Andererseits ist nur auf diese Weise auch die Herstellung von Einzelstücken möglich, die aus bis zu 100 Einzelteilen bestehen können.

Die gesamte Fertigung findet In Kooperation mit ausgesuchten Handwerkern ausschliesslich in Deutschland statt. Die Herstellungskosten stehen bei einem solchen Produkt nicht so sehr im Vordergrund wie die Notwendigkeit, sämtliche Produktionsschritte auf kurzen Wegen unter direkter Kontrolle zu haben. „Made in Germany“ ist daher ausdrücklich Teil des Projekts; ebenso wie die Nummerierung und Limitierung der Modelle.

Die Verpackung

Die „Verpackung“ ist ein wesentlicher Aspekt der Wahrnehmung eines Produkts; sie muss der Geschichte und der Wertigkeit des Produktes entsprechen. Pappschachteln oder Plastik-Etuis würden dieser Erwartung nicht gerecht. 

Das Verpackungskonzept besteht daher aus echten, alten Gürteltaschen, die aufwendig zu nach neuem Leder duftenden Brillenetuis umgearbeitet werden sowie aus handgefertigten Holzschatullen, die aus altem Eichenholz bestehen, das in seinem ersten Leben seit 1950 der Boden der Abflughalle des Flughafens von Kiew in der Ukraine war.

Die Aussichten

Die ersten Modelle wurden bereits einem ausgesuchten Interessentenkreis präsentiert. AIRBORNdas sind esondere Brillen für besondere Menschen, die sich abseits aller grossen Markennamen einen Sinn für das Ursprüngliche und Aussergewöhnliche bewahrt haben und von einem Produkt nicht weniger erwarten als dass es eine eigene Geschichte erzählen kann.